Im August  war ich wieder für ein paar Wochen auf der Insel und es ist erstaunlich – ja geradezu unglaublich, was dort alles passiert ist und wie die Insel sich nach nur neun Monaten erholt hat…
Weiterhin besticht beim Anlegen des Bootes das satte Grün. Es ist immer wieder ein Wunder, wie schnell die Natur sich erholen kann, wenn man ihr den Raum dafür gibt.
Bäume, Büsche aber auch blühende Pflanzen wuchern wieder auf der Insel und das Bild entspricht beinahe wieder dem Bild vor Yolanda.
Des Weiteren fällt dem Betrachter sofort die Geschäftigkeit ins Auge, die wieder auf der Insel herrscht.
Wie bereits erwähnt, lebt die Insel vom Tourismus und der Taucherei – und obwohl ich in der Nebensaison dort war, war sehr viel los und viele Taucher sind wieder auf der Insel aus aller Herren Länder, um dort -wie ich in vielen Gesprächen herausgefunden habe- ihren Beitrag zu leisten zum Wiederaufbau.
Beinahe alle locals leben vom Tourismus und nachdem fast alle Resorts wieder komplett aufgebaut sind,  konnten auch die locals zurückkehren in ihr tägliches Leben – ihre Routine. Die kleinen sari sari stores boomen und laufen wieder sehr gut, die Restaurants laufen wieder auf Hochtouren und die Resorts waren bereits im September für die Hochsaison, die jetzt im Oktober beginnt und bis Mai/Juni  anhält ausgebucht.  Auch die Tauchbasen waren gerüstet und vorbereitet für die nahende Hochsaison. Viele neue Boote schaukeln wieder friedlich im Wasser und warten darauf, die vielen Taucher in die umliegenden wunderschönen Tauchgebiete zu bringen.
Altes wurde renoviert und wieder hergestellt, Neues wurde gebaut und erschlossen und insgesamt herrscht eine friedvolle gute Stimmung auf der Insel und alle sind zufrieden.
Bei einem Inselspaziergang sieht man kaum mehr, dass Malapascua vor ein paar Monaten von einer verheerenden Naturkatastrohe heimgesucht wurde…
u.a. DANK Ihrer großartigen Bereitschaft zu helfen!
Es wurde dort tatsächlich Unglaubliches geleistet. Beinahe alle Europäer haben von ihren Gästen und Freunden Unterstützung für die Insel und die locals erhalten und konnten so in dieser kurzen Zeit viel leisten und erreichen. Die Gelder kamen direkt bei den Bedürftigen an, so dass die Insel heute fast besser dasteht als vorher J
Armenviertel, wie es sie vorher zu Hauf gab, sind kaum mehr zu finden, da die einfachen, zerstörten Unterkünfte durch solide Unterkünfte ersetzt wurden und auch die armen Menschen heute in vernünftigen Häusern leben.
Andere Europäer wie die ansässigen Spanier haben gesammelte Spendengelder den Fischern zukommen lassen, damit auch die sich von den Schäden erholen können…
Zerstörte Boote wurden repariert oder erneuert, so dass auch die Fischer ihren Alltag wieder aufnehmen konnten und sich ihren Lebensunterhalt wieder verdienen können.
Einmal war ich nachts mit einem Fischer beim Squidfischen draußen und da habe ich erfahren, wie anstrengend und langwierig das Fischen ist und wie schwer sich die Menschen beim Fischen ihr Geld verdienen.
Der Schulbetrieb läuft sowohl in der local elementary school wieder ganz normal, als auch in der highschool. Beide Schulen wurden wieder komplett aufgebaut und saniert, haben Neubauten und neue Bühnen erhalten und sind mit modernen Computerräumen ausgestattet.
In den Schulen wurde die Mülltrennung konzeptionell erarbeitet und es bleibt nur zu hoffen, dass es gelingt in der jüngeren Generation ein neues Bewusstsein für das Müllproblem  zu erwecken und zu festigen.
Die Vorschule läuft wieder, ist renoviert und soll noch einen Spielehof bekommen, was sich aber als schwierig erweist, da es dort keine Spielehöfe gibt, wie wir sie kennen.

Ich kann mich abschließend im Namen aller Insulaner nur noch einmal ganz herzlich bei Ihnen/euch allen bedanken für Ihre/eure Hilfsbereitschaft und Ihr/euer Vertrauen in mich.
Ich garantiere Ihnen/euch, dass die Gelder in voller Höhe auf der Insel angekommen sind und ihrer Bestimmung entsprechend eingesetzt wurden, um den Menschen dort vor Ort zu helfen.
Die Bilder sprechen für sich und wie ich schon in meinem letzten Bericht sagte: Mit einem Urlaub vor Ort können Sie sich von der Richtigkeit meiner Angaben persönlich überzeugen und einen weiteren Beitrag zum Wiederaufbau der Insel leisten.

Mein besonderer Dank geht auch diesmal wieder an Fabienne Wyss und Sven Zenker, die zusammen mit Sea-Explorers Unglaubliches geleistet haben und noch leisten, um den Menschen vor Ort zu helfen. Fabienne hat sich auch diesmal wieder viel Zeit genommen, um mir alles zu zeigen, um mit mir durch die vielen Belege zu gehen, die sich zwischenzeitlich bei ihr angesammelt haben und mir zu erklären, was womit zusammenhängt.
Es ist gut zu wissen, dass vor Ort Menschen sind, die mit den Gepflogenheiten dort vertraut sind, um die Gelder sinnvoll anzulegen und in die richtigen Kanäle zu lenken.
Sie hat mir des Weiteren gezeigt, dass sie die Spendengelder strikt von den Ausgaben für den Wiederaufbau des Resorts und ihres eigenen Wohnhauses trennt, um nicht in Verdacht zu geraten, sich selbst an Spendengeldern zu bereichern.
Insgesamt wurden den Belegen entsprechend  alleine von Ocean Vida und Sea-Explorers über Zweihunderttausend Euro investiert, um Soforthilfe zu leisten und um die Insel wieder aufzubauen.
Das sind aber nur zwei Unternehmen der vielen inzwischen ansässigen Unternehmen dort…
Auch unserem Elternbeirat und unserem Förderverein möchte ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und ein großes Lob aussprechen.
Ohne unseren Elternbeirat und den Förderverein wäre das Hilfsprojekt der Grimmschulfamilie gar nicht möglich gewesen.
Ich danke Ihnen allen, v.a. aber Herrn Fleischmann (Vorsitzender des Elternbeirats), Herrn Fischer (Vorsitzender des Fördervereins) und Herrn Frauendorfer (Kassenwart des Fördervereins) für Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit und Ihre Hilfsbereitschaft.
Nun bleibt uns allen nur noch zu hoffen, dass die Insel auch für ihr Süßwasserproblem eine Lösung findet (dieses Problem besteht seit Yolanda und erfordert eine unglaubliche Logistik, da momentan das gesamte Trinkwasser aus Cebu gebracht werden muss) und dass sie von weiteren Naturkatastrophen verschont bleibt!

Nancy Schätz, Rin